Die neuen
Autoren

"Ich denke, Albert vertraut uns. Er weiß, dass wir die Werte der Figur, die er mit René Goscinny erschaffen hat, respektieren."
Jean Yves Ferri

"Asterix ist etwa so berühmt wie die Beatles. Es ist offensichtlich, dass ein Comeback von diesem Kaliber die Tradition wahren muss. Wir dürfen die Leser nicht enttäuschen."
Didier Conrad

© 2013 Anna Rosati

Jean-Yves Ferri

Jahrgang 1959, wie Asterix! Er kommt aus dem Südwesten Frankreichs.

Als Kind lernt er mit Pilote das Lesen, zeichnet mit 11 Jahren die Abenteuer von Tom l'Ours und erkennt, dass er damit seine Bestimmung gefunden hat: Er möchte Comicautor werden.

Ab 1990 wird er Illustrator für Kinderzeitschriften.

1996: Er veröffentlicht sein erstes Album Les Fables Autonomes bei Fluide Glacial (2 Bände sind erschienen), in dem er humorvoll eine Welt des Mittleren Westens im Stil von Steinbeck darstellt.

Er führt die Abenteuer von Aimé Lacapelle weiter, seinen Schutzmann auf dem Lande, eine inzwischen sagenhafte Gestalt der berittenen Polizei von Tarn (= französisches Departement), wovon vier Alben zwischen 2000 und 2007 erschienen sind.

1995: Begegnung in Paris mit seinem zukünftigen Ko-Autor für die Zeichnungen: Manu Larcenet.

Das verschafft die Zeit für die Kreation der bekannten Serie Le Retour à la terre (dt. Die Rückkehr aufs Land), deren gewissenhafter Szenarist Ferri ist (7 Bände erschienen).

Zusammen entwickeln sie weitere Alben, die eher von experimenteller Machart sind, wie
2006: Correspondance, basiert auf dem Austausch von feinfühligen Faxschreiben.
2007: Le Sens de la vis 1: La Vacuité, spricht mit Humor das Verhältnis zwischen der Kunst des Zeichnens und der Zen-Philosophie an, und ist wie die Fortsetzung Le Sens de la vis 2: Tracer le Cercle (November 2010) im Verlag Les Rêveurs erschienen.

2013: Ein von Jean-Yves Ferri verfasstes Szenario kommt sowohl bei den Schöpfern des Galliers als auch beim Herausgeber gut an. Mit Didier Conrad zusammen zeichnet er verantwortlich für Asterix bei den Pikten. Das Album wird ein voller Erfolg: 2.300.000 Exemplare werden allein im französischsprachigen Raum verkauft.

Sein letztes Solo-Album De Gaulle à la plage, anachronistisch und badefreudig, erscheint bei Dargaud und zeigt den General, wie er seine Silhouette mit der des Monsieur Hulot von Jacques Tati verwechselt. Der nächste Band De Gaulle à Londres wird bereits sehnsüchtig erwartet, (Fortsetzung folgt).

 

© 2013 Anna Rosati

Didier Conrad

Geboren am 6. Mai 1959 (wie Asterix!) in Marseille.

1973: Er debütiert in der Welt der Comics im Rahmen der Rubrik Carte blanche in der Zeitschrift Spirou.

1978: Er veröffentlicht seinen ersten Comic Jason, das Szenario ist von Mythic.

Danach animiert er zusammen mit Yann eine Serie von 400 Gags, die sogenannten Les hauts de page in der Zeitschrift Spirou.

Mit dem gleichen Szenaristen kreiert er die geheimnisvolle Serie Les Innommables (dt. Helden ohne Skrupel).

1980: Conrad entwirft die witzige Parodie Bob Marone.

1984: Conrad entwirft mit Commenge (alias Wilbur) L'Avatar und dann Le piège malais, worin erneut das Leben der Hauptperson aus erstgenannter Serie dargestellt wird, sowie die Kinderserie Donito.

1996: Zusammenarbeit mit Dreamworks für den Trickfilm The road to El Dorado (dt. Der Weg nach El Dorado), der 2000 erscheint.

Conrad entschließt sich zum weiteren Aufenthalt in den USA und zur Fortsetzung seiner Comic-Karriere. Er startet unter dem Pseudonym Pierce zusammen mit Jean Léturgie und Yann als Szenaristen die Serie Kid Lucky (dt. Lucky Kid), in der die Kindheit von Morris' Lucky Luke erzählt wird, sowie Cotton Kid, eine weitere Kinderserie aus der Welt des Wilden Westen.

2005: Conrad entwickelt als Spin-off Tigresse Blanche (dt. Die Weiße Tigerin). Diese Serie, an deren beiden ersten Alben Yann als Szenarist mitwirkt, danach Wilbur, hat eine chinesische Spionin zur Heldin und spielt in der Zeit des Chinesischen Bürgerkriegs zwischen Kommunisten und Nationalisten.

2007: Conrad und Wilbur entführen uns mit RAJ nach Indien. Die Serie bearbeitet der Zeichner in einem neuen, realistischeren Stil, der an die "Klare Linie" erinnert.

2011: Zusammen mit Wilbur kreiert Conrad das Spin-off Marsu-Kids, das die Abenteuer der Nachkommenschaft vom Marsupilami zeigt, dem geheimnisvollen Tier, das Franquin erfunden hat.

20132013 treffen sich die beiden Autoren schließlich bei der Veröffentlichung des 35. Albums, an dem sie gearbeitet haben. Während der 2 Monate dauernden Tour durch Europa tauschen sich die zwei Autoren aus und reden viel miteinander: Eine Freundschaft entsteht.

Sie verbringen all ihre Zeit zusammen. Bei jeder Reise, bei jedem Essen, bei jeder Feier sprechen sie immer nur über eine einzige Sache: Eine neue Idee ... Das 36. Album des Asterix-Abenteuers: DER PAPYRUS DES CÄSAR.

 

Photos : © 2013 Anna Rosati